Die traditionelle Landnutzung - Holzproduktion

 


 
Naturraum

Zu Zeiten von CEAUSESCU wurden alle Wälder staatlich genutzt. Die Forstwirtschaft beruhte auf dem Prinzip großer Kahlschläge und Wiederaufforstungen mit Nadelbäumen. Heute ist die Schlaggröße offiziell auf 3 Hektar beschränkt. Waldbaurichtlinien regeln formal die anzuwendenden Waldbausysteme und die Baumartenwahl. Verstärkt werden naturnahe Bestockungen und dauerwaldähnliche Nutzungen angestrebt. Im Bereich des Forstamtes Gârda wird die ankommende Naturverjüngung auf 70 % der Waldfläche als ausreichend zur Wiederbestockung erachtet. Über 20 % der Waldfläche wurden im Jahr 1996 als Plenterwald, jeweils 30 % als Femel- und Schirmschlag, sowie 20 % als Kahlschlag bewirtschaftet.


Holzrücken mit dem Pferd (Foto Reif)

Schlechte Erschließung, Qualitätsprobleme des erzeugten Holzes und vor allem in den letzten Jahren Nutzungskonflikte mit der Bevölkerung behindern die Waldnutzung in Rumänien. Der Holzeinschlag und -verkauf wird von seiten der Forstämter organisiert. In den letzten Jahren dürfte ein zunehmender Anteil an illegalem Einschlag zu verzeichnen sein. Im Apuseni-Gebirge werden vor allem Bretter und Bauholz produziert. Buchenholz für die Möbelindustrie wird bis nach Deutschland geliefert. Aus Buche werden auch Fässer für den Export von Beerenobst hergestellt. Für die Lokalbevölkerung sind die Erzeugung von Brennholz aus Durchforstungsholz und illegalem Einschlag, von Fichtenholz für die Bottichherstellung von Bedeutung. Hinzu kommen Nutzungen wie die Herstellung von Rebpfählen aus dem Schwachholz junger Tannen und Fichten.

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