Das
Ausfallen der Frischwiesenarten und das Auftreten von Trockenheitszeigern
weist auf die sich verschlechternde Wasserversorgung hin. Hierbei spielen
Exposition, Physiographie und Gründigkeit zusammen. An Mittel- und Oberhängen,
auf flachgründigen Plateaulagen bilden sich großflächig Kalkmagerrasen
heraus.

Kalkmagerasen auf
dem Plateau (Foto: A. Reif)
Die
Bestände sind zumeist sehr kurzrasig und werden stark beweidet. Aufgrund
der montanen Lage treten extrem trockene Verhältnisse nicht mehr auf.
Aus diesem Grund kommen in allen Beständen Arten weit verbreitete Grünlandarten
vor, welche ein Zuordnung in die Klasse der Molinio-Arrhenatheretea
rechtfertigen. Trennarten der Kalkmagerrasen sind:
- Knolliger Hahnenfuß
(Ranunculus bulbosus)
- Wundklee (Anthyllis
vulneraria)
- Thymian (Thymus
serpyllum agg.)
- Skabiose (Scabiosa
columbaria)
- Mausohr-Habichtskraut
(Hieracium pilosella)
- Steifer Augentrost
(Euphrasia stricta)
- Mittlerer Wegerich
(Plantago media)
- Kleiner Wiesenknopf
(Sanguisorba minor)
- Wiesen-Labkraut
(Galium album)
- Schopfige Kreuzblume
(Polygala comosa)
- Nickende Nachtnelke
(Silene nutans)
- Schneckenklee
(Medicago lupulina)
- Wiesen-Flockenblume
(Centaurea jacea)
- Scharfes Berufskraut
(Erigeron acris)
- Dost (Origanum
vulgare)
- Berg-Klee (Trifolium
montanum) und Ungarisches Habichtskraut (Hieracium bauhini).

Gentiana praecox
(links), Ophioglossum vulgatum (rechts)
Auf
den Kalkmagerrasen findet sich weiterhin eine Gruppe von Arten, die
auf andere lückige Rasengesellschaften und Säume übergreift. Zu diesen
Arten gehören Silberdistel (Carlina acaulis), Zittergras (Briza
media), Orangerotes Habichtskraut (Hieracium aurantiacum),
Gentiana praecox, Händelwurz (Gymnadenia conopsea), Erdbeere
(Fragaria vesca), Hundsveilchen (Viola canina) und Katzenpfötchen
(Antennaria dioica). Innerhalb der Kalkmagerrasen lassen sich
zwei Untereinheiten unscharf gegeneinander abgrenzen,
eine Natternzungen-Ausbildung und eine Frühlings-Mieren-Ausbildung:
- Die Natterzungen-Ausbildung
kommt relativ selten an weniger extremen, vermutlich wechseltrockenen
Unter- und Mittelhängen vor. Trennarten sind:
- Natternzunge
(Ophioglossum vulgatum)
- Bleiche Segge
(Carex pallescens) und Kugel-Orchis (Traunsteinera globosa)
- Purgier-Lein
(Linum catharticum) hat hier seinen Schwerpunkt.
- Die Frühlings-Mieren-Ausbildung
findet sich auf flachgründigen Weideflächen an Mittel- und Oberhängen
und auf Plateaulagen. Trennarten sind:
- Frühlings-Miere
(Minuartia verna ssp. glaucina)
- Quirlblütiger
Salbei (Salvia verticillata)
- Behaarte
Gänsekresse (Arabis hirsuta)
- Frühlings-Segge
(Carex caryophyllea)
- Sonnenröschen
(Helianthemum obscurum)
- Florentiner
Habichtskraut (Hieracium piloselloides)
- Sand-Quendelkraut
(Arenaria leptoclados)
- Gold-Klee
(Trifolium aureum)
- Silber-Fingerkraut
(Potentilla argentea)
- Spanische
Fetthenne (Sedum hispanicum)
- Echter Ehrenpreis
(Veronica officinalis) und Kreuz-Enzian (Gentiana cruciata).
- An besonders
flachgründig-lückigen Stellen kommen Wilde Möhre (Daucus carota),
Rotfrüchtiger Löwenzahn (Taraxacum erythrosperma) und Natternkop
(Echium vulgare) hinzu.