Xerotherme Heilwurz-Säume
An südexponierten Oberhängen auf flachgründigen Kalkböden
im Grenzbereich zu Gebüschen und Baumgruppen treten eine Vielzahl von
Saumarten hinzu. Diese Arten sind empfindlich gegenüber Beweidung und/oder
Mahd. Trennarten sind:
- Echter Gamander
(Teucrium chamaedrys)
- Pfirsichblättrige
Glockenblume (Campanula persicifolia)
- Großblütiger
Fingerhut (Digitalis grandiflora)
- Heilwurz (Seseli
libanotis)
- Katzenminze (Calamintha
clinopodium)
- Schmalblättriges
Rispengras (Poa angustifolia)
- Blaßgelber Klee
(Trifolium ochroleucon)
- Schwarze Königskerze
(Verbascum nigrum)
- Steppen-Lieschgras
(Phleum bertolonii)
- Immenblatt (Melittis
melissophyllum)
- Goldrute (Solidago
virgaurea
- Filz-Rose (Rosa
tomentosa)
- Schafgarbe (Achillea
distans)
- Mittelklee (Trifolium
medium) und Flaches Rispengras (Poa compressa).
Telekien-Saum
Im Randbereich von Feuchtwiesen, vor allem an Saumstandorten
von Gehölzen, nimmt die Häufigkeit der Mahd ab. Hier prägt die Telekie
(Telekia speciosa) in einer hochwüchsigen Staudengesellschaft
die Landschaft. Weitere Trennarten sind:
- Bach-Nelkenwurz
(Geum rivale)
- Sumpf-Pippau
(Crepis paludosa)
- Hain-Sternmiere
(Stellaria nemorum)
- Brauner Storchschnabel
(Geranium phaeum)
- Nesselblättrige
Glockenblume (Campanula trachelium)
- Wald-Segge (Carex
sylvatica)
- Rittersporn (Delphinium
elatum)
- Behaarte Schaumkresse
(Cardamine hirsuta) und Roßminze (Mentha longifolia).

Telekia speciosa
(Foto: A. Reif)
Hainlattich-Waldsaum
An halbschattigen Waldsäumen nimmt die Stetigkeit von
Offenlandarten spürbar ab, hier überlappen sie sich mit einer Vielzahl
an stärker schattentoleranten Arten. Schwerpunkte ihres Vorkommens haben
hier Wald-Hahnenfuß (Ranunculus nemorosus), Hainlattich (Aposeris
foetida), Immenblatt (Melittis melissophyllum), Klebrige
Kratzdistel (Cirsium erisithales), Kriechender Günsel (Ajuga
reptans), Rapunzelblättrige Glockenblume (Campanula rapunculoides),
die Margaritenart Chrysanthemum gaudinii sowie das Wald-Veilchen
(Viola reichenbachiana). Eine Unterteilung, die auf Unterschiede
im Wasserhaushalt zurückzuführen sein mag, deutet sich an:
- Vorkommen von
Trockenheitszeigern wie Fingersegge (Carex digitata), Rotbraune
Stendenwurz (Epipactis atrorubens), Behaarter Günsel (Glechoma
hirsuta) und Schwalbenwurz-Enzian (Gentiana asclepiadea)
differenzieren eine Carex digitata-Ausbildung. Seltene
Arten sind hier die Wintergrüngewächse Pyrola secunda und Pyrola
uniflora sowie das Badische Rispengras (Poa badensis).
- Eine auffallend
rundblättrige Kleinart der Wiesen-Wucherblume, Chrysanthemum rotundifolium,
sowie das Habichtskraut Hieracium piloselloides differenzieren
eine Chrysanthemum rotundifolium-Ausbildung eher frischerer
Standorte.