Trittvegetation und nitrophile Säume

 

 

 


 
Naturraum

Trittvegetation

Im Bereich von Hofstellen, Wegen und Wegrändern prägen regelmäßige Trittbelastung, selektiver Fraßdruck durch Schafe, Rinder, Pferde und Hühner, sowie Eutrophierung die Vegetation. Differenzierende Arten an derartigen Standorten sind:

  • Strahlenlose Kamille (Matricaria matricarioides)
  • Weidelgras (Lolium perenne)
  • Vogel-Knöterich (Polygonum aviculare agg: P. arenastrum)
  • Einjähriges Rispengras (Poa annua)
  • Breitwegerich (Plantago major)
  • Gänseblümchen (Bellis perennis).

  
links: Kamillentrittflur mit Matricaria matricarioides
rechts: Rumex alpinus an stark eutrophierten Stellen (Foto: A.Reif) 

An verdichteten, verlehmten Trittstellen kommen selten Eleocharis palustris agg. und Juncus compressus vor. Die Kombination von starker Trittbelastung und intensivem Tierdung wird für Mauerfußbereiche und Koppeln unterstellt. Hier vermischen sich trittresistente Arten und Nitrophyten wie Guter Heinrich (Chenopodium bonus-henricus), Weiße Taubnessel (Lamium album) und Knäuelgras (Dactylis glomerata).


Nasse Trittfluren um Wasserstellen

In der unmittelbaren Umgebung der Wasserstellen findet sich eine trittresistente Pioniervegetation mit einer Vielzahl von lokal seltenen Wasser- und Uferpflanzen ein. Die Bestände werden von Arten wie Vierkantiges Weidenröschen (Epilobium tetragonum), Ausläufertreibendes Straußgras (Agrostis stolonifera), Roß-Minze (Mentha longifolia), Sumpfkresse (Rorippa austriaca) und Gefaltetem Schwaden (Gylceria plicata) aufgebaut.


Nitrophile Säume

An Misthäufen und deren Ablauf, oftmals in unmittelbarem Kontakt zu Stallwänden, führt starke Eutrophierung durch Jauche zur Ausbildung oftmals hochwüchsiger Staudenfluren. Dominierende Art ist oftmals die Große Brennessel (Urtica dioica). Hinzu kommen weit verbreitete Nitrophyten wie Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris) und Ampfer-Arten (Rumex alpinus, R. obtusifolius), Kleiner Storchschnabel (Geranium pusillum) und seltener die Kleine Brennessel (Urtica urens). Stets beigemischt sind Löwenzahn und Gewöhnliches Rispengras.

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