Projektstruktur und Aufbau der Projektarbeit

 


 
Kurzinfo


Der Aufbau des Projektes war der Projektgruppe Hohenlohe ähnlich und setzte sich aus der wissenschaftlichen Projektleitung, der Projektkoordination, den wissenschaftlichen Arbeitsgruppen und der internen Prozessbegleitung zusammen. Sie steht zwischen dem Auftraggeber (BMBF), der durch den Projektträger (PtJ Jülich, Außenstelle Berlin) vertreten wird, und den Akteuren in der Region.

Die wissenschaftliche Projektleitung übernahmen Prof. Dr. Werner Konold (Institut für Landespflege) und Prof. Dr. Albert Reif (Waldbauinstitut, Abt. Vegetations- und Standortskunde) der Universität Freiburg.

Durch die Projektkoordination (Dr. Evelyn Rusdea und für die rumänische Seite Dr. Ioan Povara) wurde die interdisziplinäre und umsetzungsorientierte Arbeit koordiniert und der Informationsaustausch gestaltet in enger Abstimmung mit der internen Prozessbegleitung. Die Projektkoordination stellte somit den Informationsfluss zwischen den Partnern und innerhalb des Teams sicher. Zentrales Mittel für Berichtswesen, Umläufe und die schriftliche Kommunikation im Projekt waren E-mail und Telefon. Das ursprünglich gedachte Intranet konnte im Untersuchungsgebiet nicht etabliert werden wegen fehlender Infrastruktur.

Die interne Prozessbegleitung wurde durch den Diplom-Psychologen Hubert Schübel (CONSULTORIA Beraterteam, Stuttgart) geleistet. Es hat sich gezeigt, dass Maßnahmen zur Teamentwicklung und Qualifizierungsmaßnahmen für die beteiligten Wissenschaftler in sehr hohem Maße sinnvoll waren, zumal für die Forschungen in Rumänien besondere Herausforderungen zu berücksichtigen waren: deutsch-rumänische Kooperation, interkultureller Projektzusammenhang, Wechsel zwischen Aktivitäten im Untersuchungsgebiet in Rumänien und in Deutschland.

Das Ergebnis der internen Prozeßbegleitung ist eine mittlerweile selbstverständliche "Projektkultur", d. h. moderierte Arbeitssitzungen, der Umgang mit Visualisierungsmedien, nach Vorlage erstellte Inhalts- und Beschlussprotokolle, Moderation und Visualisierung in Veranstaltungen.


Organisationsstruktur des Apuseni Projektes (Abb.: E. Rusdea)

Das FORUM war die Vollversammlung aller Projektmitarbeiter und fand zweimal im Jahr statt. Die Arbeitssitzungen des Kernteams zu fachlichen und organisatorischen Fragestellungen hießen PLENUM und fanden regelmäßig etwa alle 6 Wochen statt: im Winterhalbjahr in Freiburg und im Sommerhalbjahr im Projektzentrum in Ghetari. Je nach Projektphase und Bedarf waren diese Treffen auch öfter.

Entsprechend dem Aufbau des Hohenlohe-Projektes waren die inhaltlichen Arbeitsfelder bzw. im PROIECT APUSENI mit denen aus dem Hohenlohe-Projekt vergleichbar, jedoch nicht identisch. Die wissenschaftlich-fachliche Arbeit fand im Rahmen von vier Themenbereichen statt:

  • Themenbereich 1 : Analyse und Bewertung von Landschaft, Landnutzung, Landnutzungstechniken
  • Themenbereich 2 : Sozioökonomische Analyse und Bewertung der Wirtschaft im ländlichen Raum
  • Themenbereich 3: Integrierte Analyse, Bewertung und Entwicklung nachhaltiger Potentiale für die Landschaftsplanung und regionale Wirtschaftsentwicklung (Szenarien & Handlungsempfehlungen)
  • Themenbereich 4: Partizipation, Projektkommunikation und Beratung sowie Reflexion der kommunikativen Methodenkompetenz

Die interdisziplinären Arbeitsgruppen setzten sich gemäß den zu bearbeitenden Themenbereichen aus verschiedenen deutschen und rumänischen Wissenschaftlern zusammen. Forschung und Umsetzung von Maßnahmen wurden partizipativ mit den Akteuren vor Ort in Leitprojekten bearbeitet.

Auf Gemeindeebene wurde eine Steuerungsgruppe. Sie setzt sich aus Entscheidungsträgern , den wichtigen Persönlichkeiten im Ort, Fachberatern, Unternehmern, Interessensvertretern usw. zusammen. Diese Gruppe begleitete unser Projekt auf Gemeindeebene und wurde von Projektseite regelmäßig über den Stand der Arbeiten informiert. In gemeinsamen Arbeitssitzungen wurden die Handlungsziele und Maßnahmen innerhalb der Leitprojekte partizipativ erarbeitet


 

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